18 Apr

OneNote in Office 2019: Endlich Klarheit!

Wie sieht die Zukunft von Microsoft OneNote aus? Wird OneNote zum neuen Microsoft Office 2019 gehören? Und wie geht’s weiter mit den verschiedenen Programm-Versionen?

Seit Monaten spekulieren OneNote-Fans im Internet über die Zukunft der beliebten Notizbuch-App. Jetzt hat Microsoft offiziell verkündet, wie die konkreten Pläne für OneNote aussehen. Die wichtigsten Infos fasse ich in diesem Blog-Artikel für Euch zusammen.


Fokus auf OneNote-App für Windows 10

Wer die Entwicklung von OneNote beobachtet hat, wird nicht überrascht sein: Die OneNote-App für Windows 10 wird mit Office 2019 und damit auch in Office365 zur Standard-Version.

OneNote App für Windows 10

Das Microsoft-Team hat in den vergangenen Monaten viel Arbeit investiert, um die wichtigsten Funktionen der Desktop-Version zu integrieren. Angeblich beherrscht die App mittlerweile einen Großteil dessen, was OneNote 2016 kann – und einiges mehr.

OneNote für Einsteiger - Hinweis aufs Praxis-Handbuch

Die OneNote-App wird ja schon mit Windows 10 automatisch installiert. Sie soll bis zur Veröffentlichung von Office 2019 im kommenden Herbst noch einige neue Funktionen erhalten. Zu den geplanten Verbesserungen gehören eine schnellere Synchronisierung und ein reibungsloses Zusammenspiel mit den anderen Office-Programmen.


OneNote 2016 auf dem Abstellgleis

Jetzt kommen wir zur befürchteten Hiobsbotschaft für viele OneNote-Fans: In Office 2019 gibt es keine eigenständige Desktop-Variante von OneNote mehr. An ihre Stelle tritt die OneNote-App für Windows 10 als Standard-Version.

Man kann den Vorgänger OneNote 2016 auf Wunsch optional installieren bzw. einfach weiter nutzen. Er wird aber nicht weiterentwickelt und erhält demnach keine neuen Funktionen mehr. (Das ist übrigens schon seit ein paar Jahren so.) Mindestens zwei Jahre lang will Microsoft noch Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen für OneNote 2016 bereitstellen.

OneNote-Seite als Beispiel


Gute Absichten, verständliche Strategie

Mit der Fokussierung auf die UWP-App kann das Entwickler-Team seine Kräfte bündeln und OneNote konsequent besser machen – so wie wir es in den vergangenen Monaten erlebt haben. Dank Microsoft Store erhält die App jedes Update mit neuen Funktionen automatisch.

OneNote für Einsteiger - Hinweis aufs Praxis-Handbuch

Vor allem beendet Microsoft die ständige Verwirrung um die verschiedenen Versionen und ihren unterschiedlichen Funktionsumfang. Ich habe bei meinen OneNote-Seminaren als Dozent und in meinen Blogs oft selbst erlebt, wie schnell Benutzer irritiert waren, wenn sie zufällig die OneNote-App statt der Desktop-Version geöffnet haben. Das Ziel der Entwickler deshalb: Ein einheitliches Erscheinungsbild und eine möglichst ähnliche Oberfläche für alle Geräte und Betriebssysteme.


OneNote-Umstieg: Was Du vorher wissen solltest …

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich selbst habe mich über viele Jahre an die Desktop-Version von OneNote gewöhnt. Bislang fällt mir der Umstieg mit all seinen Veränderungen leichter als gedacht. Einige gravierende Nachteile hat er trotzdem:

  • In OneNote 2016, also in der Desktop-Version hast Du die Möglichkeit, Notizbücher lokal zu speichern, also zum Beispiel auf der Festplatte, auf einem Netzwerklaufwerk oder einem anderen externen Speichermedium. In der OneNote-App kannst Du Notizbücher ausschließlich in der Microsoft-Cloud OneDrive bzw. OneDrive for Business erstellen. Das stellt zum Beispiel Firmen und Schulen in Deutschland vor große Probleme, weil sie bestimmte sensible Inhalte und Daten nicht auf fremden Servern sichern dürfen. Das macht OneNote für sie eventuell unattraktiv.
  • Auch wenn die OneNote-App seit Monaten immer besser wird: Ich vermisse noch einige für mich elementare Funktionen, zum Beispiel das Exportieren von OneNote-Seiten, das Zusammenspiel mit dem E-Mail-Programm Outlook oder feste Seitenvorlagen für mein digitales Notizbuch. Ich hoffe, dass die Entwickler hier zeitnah nachlegen. Vorher kommt ein Komplett-Umstieg für mich noch nicht in Frage.

Wenn Du die OneNote-App nutzen willst, musst Du Deine lokal gespeicherten Notizbücher in die Cloud verschieben. Wie das funktioniert, erkläre ich Dir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in diesem Blog.

Die komplette Ankündigung von Microsoft findet Ihr in der TechCommunity. Wie denkt Ihr über die Neuigkeiten rund um OneNote und Office 2019? Werdet Ihr auf die OneNote-App umsteigen? Welche Funktionen der Desktop-Version vermisst Ihr noch? Ich freue mich auf Eure Meinung unter diesem Artikel!

3 Gedanken zu „OneNote in Office 2019: Endlich Klarheit!

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  3. Pingback: OneNote-Notizbücher vom PC auf OneDrive verschieben | OneNote für Einsteiger

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