22 Apr

OneNote-Versionen im Vergleich

Welche Versionen von OneNote gibt es? Welche OneNote-Version hast Du auf Deinem Computer installiert? Für welche Betriebssysteme ist OneNote außerdem noch verfügbar? Und worin unterscheiden sich die OneNote-Apps?

Microsoft möchte OneNote für alle wichtigen Geräte und Betriebssysteme anbieten. Nur so haben Benutzer von überall aus Zugriff auf ihre digitalen Notizen. Doch die Vielzahl der Apps mit jeweils eigenen Besonderheiten kann vor allem Einsteiger verwirren. Auch erfahrene Nutzer fragen sich oft, welche OneNote-Version sie für welchen Zweck nutzen sollten.

In diesem Blog-Artikel verschaffen wir uns deshalb einen Überblick über alle verfügbaren Möglichkeiten, um OneNote auf Deinem PC, Mac, Tablet und Smartphone zu nutzen.

OneNote für Einsteiger - Hinweis aufs Praxis-Handbuch


OneNote für Windows

Microsoft Windows ist das populärste Betriebssystem der Welt. Ich gehe davon aus, dass die meisten Computer-Nutzer mit Windows arbeiten. Für Windows gibt es verschiedene Möglichkeiten, OneNote zu einzusetzen – allen voran die OneNote-App für Windows 10Ab Office 2019 gilt sie laut Microsoft als Standard-Version.

OneNote-App für Windows 10

Du hast das OneNote-Symbol vielleicht schon als lila-farbene Kachel im Startmenü entdeckt. Unter Windows 10 ist die OneNote-App vorinstalliert. Sie ist nur mit dem Titel „OneNote“ beschriftet – anders als die Desktop-Version (s.u.).

OneNote-Kachel im Startmenü

Die OneNote-App ist für Touch- und Stiftbedienung optimiert. Das heißt: Alle Bedienfelder sind so groß gehalten, dass man sie mit Finger oder digitalem Stift problemlos treffen kann. Deshalb ist die OneNote-App auch auf Tablet-PCs wie dem Surface Pro gut zu bedienen.

OneNote-App für Windows 10

Außerdem arbeitet die App perfekt mit OneDrive zusammen. Sie greift auf Deine Notizbücher in der Cloud zu. Dank Synchronisierung sind alle Inhalte trotzdem offline nutzbar, wenn Du keine Internetverbindung hast.

Die Entwickler fügen regelmäßig neue praktische Funktionen hinzu. Durch den Windows Store bekommt die OneNote-App alle Updates automatisch.

OneNote 2016 für Windows

OneNote 2016 ist die vorerst letzte Desktop-Version von OneNote. Sie ist weiterhin nutzbar und bekommt noch Sicherheits-Updates, wird aber nicht mehr weiterentwickelt – zugunsten der OneNote-App für Windows 10 (siehe oben). Einsteiger sollten sich also direkt an die App gewöhnen.

Für langjährige OneNote-Nutzer ist die Desktop-Version weiterhin die erste Wahl. Sie bietet aktuell noch mehr Funktionen als die App. So kann man Notizbücher in OneNote 2016 nicht nur in der Cloud, sondern auch lokal speichern, zum Beispiel auf der Festplatte oder einem Netzwerklaufwerk (NAS).

OneNote 2016 für Windows

Seit 2003 war die Desktop-Version ein fester Teil von Microsoft Office, dem bekannten Software-Paket. Sie stand aber lange im Schatten anderer Programme wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Ob Du OneNote 2016 auf dem Computer hast, verrät Dir das Startmenü. Drücke die Windows-Taste und tippe „onenote“ auf der Tastatur ein.

OneNote 2016 im Startmenü von Windows 10

Du erkennst die Desktop-Variante an der Jahreszahl im Titel, also hier „OneNote 2016“. Der Eintrag „OneNote“ ohne Zusatz steht dagegen für die oben erwähnte OneNote-App für Windows 10 (s.o.).


OneNote für OS X (Mac)

Microsoft bietet seine Office-Produkte auch für Apple-Rechner an. Seit 2014 ist OneNote für den Mac erhältlich. Die aktuelle Version für OS X gibt’s als kostenlosen Download im Mac App Store.

Wie in der App für Windows 10 kann OneNote für OS X auch nur mit Notizbüchern in der Cloud umgehen. Mac-User beklagen sich im Internet über das Fehlen einiger Funktionen, aber unterm Strich ist OneNote für OS X voll einsatzfähig.


OneNote für Smartphone und Tablet

Deine digitalen Notizbücher sollen möglichst überall und jederzeit verfügbar sein – egal an welchem Ort und auf welchem Gerät. Dieses Konzept geht nur dank der OneNote-Apps auf, die mittlerweile für die wichtigsten mobilen Betriebssysteme angeboten werden und allesamt kostenlos sind.

OneNote-App für Android

Android ist das mobile Betriebssystem von Google und weltweit der absolute Marktführer. Kein Wunder, dass Microsoft seine Dienste auch für Android anbietet. Die OneNote-App funktioniert auf Android-Smartphones und Android-Tablets. Sie hat sich mittlerweile der App für Windows 10 sehr angenähert – optisch und funktional.

OneNote-Seite in der Android-App

Gleichzeitig fällt OneNote hier mit Features auf, die die Entwickler exklusiv in der Android-Version eingebaut haben. Dazu gehört zum Beispiel der „OneNote-Badge“. Dieses kleine Symbol klinkt sich in andere Apps ein, um von dort aus mit OneNote interagieren zu können.

„OneNote für Android“ kann kostenlos per Smartphone oder Tablet aus dem Google Play Store heruntergeladen werden.

mehr Infos zu OneNote für Android

OneNote-App für iOS

Auch auf dem iPhone, dem iPad und – mit Einschränkungen – auf der Apple Watch musst Du nicht auf OneNote verzichten. Auch hier versucht Microsoft, auf ein durchgängig einheitliches Erscheinungsbild zu setzen  – bis auf die für iOS typische Anordnung von Icons und Funktionselementen. Darüber hinaus geben sich die Entwickler viel Mühe, beliebte Optionen wie die Handschrift-Erkennung auch für Apple-Kunden in die entsprechenden OneNote-Versionen zu integrieren.

Der App-Download läuft – wie bei iPhone und iPad üblich – über iTunes. Bitte beachte, dass Du auch mit dieser App nur OneNote-Notizbücher nutzen kannst, die in der Cloud gespeichert sind.

OneNote-App für Windows 10 Mobile

Der Vollständigkeit halber möchte ich hier das mobile Betriebssystem von Microsoft nicht unterschlagen. Auf Windows-Phones bzw. Smartphones mit Windows 10 Mobile ist OneNote vorinstalliert und lässt sich nicht entfernen. Aus technischer Sicht entspricht diese Version der OneNote-App für Windows 10. Sie passt sich je nach Ansicht an den Handy-Bildschirm an.

OneNote-App für Windows 10 Mobile

Auch wenn Smartphones mit Windows 10 Mobile auf dem Markt kaum noch eine Rolle spielen: Die OneNote-App erhält aktuell noch regelmäßig Updates und funktioniert nahezu reibungslos.


OneNote Online

Zuletzt möchte ich Dir noch OneNote Online vorstellen. Dank OneNote Online kannst Du per Internet-Browser auf Deine digitalen Notizbücher zugreifen – sofern sie in der Cloud gespeichert sind. Melde Dich dafür mit Deinem Microsoft-Konto auf der offiziellen Webseite an (http://www.onenote.com/) und öffne dann eines Deiner dort verfügbaren Notizbücher.

OneNote für Einsteiger - Hinweis aufs Praxis-Handbuch

Das Erscheinungsbild der Web-Oberfläche gleicht im Großen und Ganzen den OneNote-Apps. Auch die Funktionen zum Einfügen und Bearbeiten von Inhalten sind größtenteils dort, wo Du sie in den anderen OneNote-Versionen findest. Du wirst Dich also schnell zurechtfinden.

OneNote Online in Google Chrome

Die Online-Oberfläche kommt vorrangig zum Einsatz, wenn kein Gerät mit einer installierten OneNote-Version zur Verfügung steht. Mit ihr kannst Du auch auf Deine digitalen Notizen zugreifen, wenn Du an einem fremden Computer sitzt, zum Beispiel auf der Arbeit, an der Uni, bei Freunden oder im Urlaub am Hotel-PC.

Bitte vergiss nicht, Dich nach dem Online-Zugriff wieder aus dem Benutzerkonto auszuloggen!

Und: OneNote Online kann auch eine Alternative für Linux-User sein. Für Linux und sonstige Betriebssysteme gibt es aktuell nämlich bis heute (noch?) keine offizielle OneNote-App.

Für Deine ersten Schritte mit Microsoft OneNote möchte ich Dir mein Praxis-Handbuch „OneNote für Einsteiger“ empfehlen – jetzt bei Amazon.de als Taschenbuch oder E-Book für Kindle erhältlich.

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